Leistungszentrum Süd setzt bei der DEM 2013 wiederum einen deutlichen Akzent.
Werner Giermaier Deutscher Meister 2013, Bianca Schalloser Vizemeisterin und Manuel Lindner Platz 3. 
Deutsche Ju-Jutsu Einzelmeisterschaft am 14./15. Juni in Gelsenkirchen.
Startberechtigt für die Deutsche Meisterschaft waren jeweils die vier Erstplatzierten aus den Gruppen Nord, Ost, West und Süd.
Vom TV1868 Burghausen (Gruppe Süd) hatten sich über die Qualifikationskämpfe vier Fighter das Start-Ticket zur DEM erkämpft. Alle vier gingen gut vorbereitet und äußerst konzentriert an den Start.
· Bianca Schallmoser, U18, bis 63 kg
· Florian Pachnek, U18, bis 60 kg
· Manuel Lindner, U21, bis 62 kg
· Werner Giermaier, Senioren, bis 85 kg 
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Foto: Peter Attenberger
Am Samstag fanden die Kämpfe in den Klassen Duo, Fighting Männer, Frauen und U21 statt.
 
Als erster ging Werner Giermaier an den Start. Giermaier hat sich akribisch auf diesen Saison-Höhepunkt vorbereitet.
Der Auftaktkampf Giermaier (rot) gegen einen der Lokalmatadoren Scheffler Reimut BSC Bushido-Ryu, Gelsenkirchen dauerte nur 47 Sekungen. Giermaier legte Ippon in Part 1 vor, ging im dynamischen Übergang in Part 2 und schloss den Part 3 mit einer gnadenlosen Haltetechnik ab. Völlig konzentriert ging er in der nächsten Begegnung gegen Julien Teuber, OKK Neustadt auf die Matte. Teuber kam über ein Freilos in Runde zwei. Giermaier ließ auch Teuber keine Chance nach der halben Kampfzeit 1:42 Sec. ging er in diesem Kampf als Full-House-Sieger vorzeitig von der Matte. Dieser Sieg bedeutete Einzug ins Halbfinale gegen den äußerst kräftigen Robert Slomian von der TSG Heilbronn. Diese Begegnung, über die volle Kampfzeit von 3 Minuten, entschied er ebenfalls mit klaren Techniken 07 : 14 Punkten für sich. Nun hieß es sich mental auf seinen Finalgegner Frank Müller vom PSV Kamenz vorzubereiten. Angefeuert von seinen Bayerischen Fans entschied Giermaier das Finale klar für sich und hatte sich hiermit eine von den zwei am Samstag für Bayern erkämpften Goldmedaillen gesichert.
 
 
 
 
 
 
 
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Erste Grautlanten
Foto: DJJV
 
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Spätnachmittags ging die Klasse U21, bis 62 kg an den Start. Manuel Linder rückte durch Los in Runde zwei vor. Sein Gegner war der Allrounder René Worien, vom Einbecker JC. Leider musste er den Kampf mit 15 : 06 Punkten dem Einbecker überlassen. Dies bedeutete für Lindner noch die zweite Chance sich über die Trostrunde den Platz drei zu erkämpfen. Der erste Trostrundenkampf gegen Robin Rummstein, vom JJ KISV Raststatt dauerte nur 43 Sekunden. Lindner fegte den Raststatter vorzeitig mit Full-Ippon von der Matte. Nun war noch die Hürde gegen seinen bayerischen Kaderkollegen Marco Weiß vom TSV 1880 Schwandorf zu überwinden. Diese Begegnung entschied Lindner ebenfalls mit 04 : 05 Punkten für sich und somit Platz drei.
 
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Am Sonntag waren die Kämpfer der Klasse U18 am Start.
 
Gegen Mittag wurde die Klasse U18 männlich bis 60 kg aufgerufen. Florian Pachnek musste bei dieser Meisterschaft nicht nur gegen seine Gegner, sondern leider auch gegen die Kampfrichter kämpfen. Bei dem Auftaktkampf gegen Patrick Grunz, vom 1. JJV Bernau wurde gegen ihm „Hansoku Make“ (Disqualifikation) ausgesprochen. Die nächste Begnung Rene Händel, BSC Bushido-Ryu Gelsenkirchen entwickelte sich äußerst eng. Jeweils ein Punkt Differenz. In den letzten Minuten warfen drei Fehlentscheidungen Pachnek aus dem Rennen.
 
Nachmittags waren die Frauen U18, bis 63 kg am Start. Bianca Schallmoser’s erste Gegnerin Sandra Lyschik vom KSC Hanau fegte sie mit einer Full-House (14 : 0) Wertung von der Matte. Ihre nächste Gegnerin Tatjana Leminski, SV Eidelstedt war anstrengender. Nach einer Minute Kampfzeit lag allerdings Schallmoser mit 05 : 13 Punkten voraus. Ein Reisballenwurf und Atemis (Spezialtechnik Handinnenkante) ergaben einen klaren Sieg mit 20: 11 Punkten für Schallmoser. Nun war nur noch eine Hürde der Finalkampf gegen die Hamburgerin Jasmin Witt, TUS Finkenwerder zu überwinden. Diese Begegnung entwickelte sich zu einem Krimi. 3 Sekunden vor Kampfende stand es 16 : 16 Punkten. Durch eine umstrittene Strafe an Schallmoser ging der Deutsche Meistertitel leider nach Hamburg. Bianca Schallmoser wurde verdient deutsche Vizemeisterin in der Klasse bis 63 kg.
 
 
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Der Heimtrainer Robert Rogger ist äußerst zufrieden mit den Leistungen der Athleten. „Eine konsequente Vorbereitung, trägt Früchte“.